Naturmedizin

Die Frage nach dem Grund einer Erkrankung im allgemeinen wie persönlichen beschäftigt seit jeher die Menschheit und hat im Laufe der Geschichte zu vielen Antworten mit entsprechenden Behandlungsformen geführt.



In der Frühzeit spielten Opfergaben und Rituale eine große Rolle, später der Aderlass in der Säftelehre des Mittelalters. Die heutige Schulmedizin sieht die Ursachen einer Erkrankung in gestörten biochemischen Funktionsabläufen von Organen oder deren kleinster Einheit, den Zellen. Diese Zellen können z.B. durch Infektionen von Bakterien oder durch Überforderung (Alkohol) geschädigt werden.

Laboruntersuchungen oder bildgebende Verfahren beurteilen den Funktionszustand und erlauben den Einsatz entsprechender Medikamente. Die schulmedizinische Betrachtungsweise ist eher spezifisch auf Körperregion oder Organ fokussiert.
Die Naturmedizin ergänzt diese Herangehensweise durch eine komplexere ganzheitliche Betrachtung.

Neben den körperlichen Faktoren werden auch nicht messbare seelische Faktoren berücksichtigt, die Eigenheit des Patienten und  seine Konstitution, aber auch äußere Einflüsse wie Stress werden miteinbezogen. Grundsätzlich versucht die Naturheilkunde die Selbstheilungskraft des Patienten anzuregen und eine Gesundung von innen heraus regulatorisch zu erzielen.

Der Zwischenzellenraum das heißt die Grundsubstanz, in der sich die Zellen eines Organes befinden, gewinnt in der Naturmedizin neue Beachtung. Stichworte sind hier z.B. die Übersäuerung oder Gewebsverschlackung.